1x Gold, 2x Silber und 4x Bronze für TC 69 Kanuten
bei den Deutschen Meisterschaften Kanurennsport München 2008
Zwölf Boote mit Sportlern des TC Sterkrade 69 gingen bei den Deutschen Kanurennsport Meisterschaften in der zurückliegenden Woche in München an den Start.
Nach den letzten Entscheidungen am Sonntag resümierten die Sterkrader eine großartige Ausbeute von sieben Medaillenplätzen: einmal Gold, zweimal Silber und viermal Bronze.

Den Meistertitel für den TC 69 holte wie bereits im vergangenen Jahr Gena Vorobyov mit der NRW-Auswahl im Achtercanadier der Herren Leistungklasse über 500 m.
Trotz des krankheitsbedingten Ausfalls von Olympiamedaillengewinner Wylenzek setzte sich die NRW-Mannschaft überlegen durch und gewann mit einer Bootslänge vor dem Team aus Potsdam.
Im Vierercanadier startete Gena Vorobyov über alle drei Strecken mit unterschiedlichen Partnern für den Landesverband NRW.
Über 200 und 1.000 Meter reichte es jeweils zur Bronzemedaille. Über 500 m blieb nur der undankbare vierte Platz.
Christoph Zierhut, der sich als Kajakfahrer in der Herren Leistungsklasse wieder mit vielen guten Ergebnissen für die NRW-Mannschaft qualifiziert hatte,
konnte aus beruflichen Gründen nur bis am Freitag in München bleiben und musste deshalb auf Starts im Zweier- und Einerboot verzichten.
Im ersten NRW-Boot holte er sich über 500 Meter trotz einiger Abstimmungsprobleme eine Bronzemedaille.
Über 1.000 m belegte er mit der zweiten Mannschaft Platz sechs.
Überaus erfolgreich präsentierten sich die Sterkrader A-Schüler, die von Trainer Jochen Reuschenbach bestens vorbereitet auf den Punkt genau topfit waren.
Im Einerkajak über 500 Meter konnte Kai Angenendt im Vor- und Zwischenlauf sein Lampenfieber auf der großen Olympia-Regattabahn noch nicht ganz abschütteln.
Aber im Finale bewies er sein außerordentliches Talent in einem großartigen Rennen, dass er als Dritter beendete.

Der Zweierkajak mit Kai Angenendt und Lukas Reuschenbach gehörte nicht unbedingt zu den Meisterschaftsfavoriten.
Aber ihre Rennstrategie im 500-Meter-Finale, sich zunächst etwas zurückzuhalten und auf den letzten 100 Metern voll aufzudrehen zahlte sich aus.
Von Platz sechs schoben sich die Sterkrader bis zur Ziellinie unaufhaltsam nach vorn und feierten schließlich die Vizemeisterschaft unter lautem Beifall der zahlreichen mitgereisten Anhänger.
Der Viererkajak mit Kai, Lukas sowie Lukas Baeumler und Marius Gerritsen qualifizierte sich über den Zwischenlauf für das Finale.
In den Kampf um die Medaillen konnte der TC 69 hier nicht eingreifen, aber einen beachtlichen fünften Platz als bestes Vereinsteam hinter vier Ländermannschaften belegen.
Bei den abschließenden Langstreckenrennen am Sonntag kam der Sterkrader Vierer über 2.000 Meter mit der Mannschaft Marius Gerritsen, Lukas Baeumler, Jan Strötges und Marius Brachmann
mit einer ansprechenden Leistung auf Platz elf. Kai und Lukas wollten auch auf der Langstrecke noch einmal im Zweierkajak angreifen.
Mit kluger Rennstrategie fuhren sie sofort nach dem Start in die Spitzengruppe, blieben aber bis dreihundert Meter vor dem Ziel im Sog der Seitenwelle der führenden Boote.
Dann griffen sie an und schüttelten ein Boot nach dem anderen ab.
Nur das Zielfoto konnte schließlich erkennen, dass sie hauchdünn hinter einem Boot des Kanu-Teams Sachsen-Anhalt ihre zweite Vizemeisterschaft eingefahren hatten.
FOTO: Siegerehrung durch Olympiasilbermedaillengewinner Ronald Rauhe.
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